Forschung

Alles Gescheite ist schon gedacht worden,

man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

 

 

Prof. Dr. rer. pol. Thomas Rosenthal verfügt über methodische Kompetenzen in der Gestaltung und praktische Erfahrungen in der Durchführung (quantitativer und qualitativer) empirischer Forschungsstudien. Er leitet das Institut für Gesundheitsmanagement | IfGM (www.if-gm.de).

 

 

Wissenschaftliche Evaluation

Pflegenachbarn | Wissenschaftliche Evaluation | Februar 2022 – Februar 2024

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung fördert das Projekt Pflegenachbarn aus Mitteln der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die allgemeine Förderung wohlfahrtspflegerischer Aufgaben und für außergewöhnliche Maßnahmen im sozialen Bereich. Ziel des zweijährigen Projektes Pflegenachbarn ist es, ein Modell zur selbstbestimmten Organisation von Pflegeteams zu erproben. Damit soll die Situation von pflegebedürftigen Menschen und Pflegekräften gleichermaßen verbessert werden. Die Förderung innovativer Ansätze zur Verbesserung der Situation in der Pflege zählt zu den Beiträgen des Landes zur Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni). Die Pflegenachbarn kommen sowohl in ländlichen Räumen in den Kommunen Twist und Melle-Wellingholzhausen zum Einsatz als auch in Städten – und zwar in Braunschweig und Wolfsburg. Neu ist, dass die ambulanten Pflegeteams der Caritas Niedersachsen den individuellen Versorgungsbedarf direkt mit den Pflegebedürftigen vereinbaren. Durch diesen vergrößerten Handlungsspielraum soll eine höhere Zufriedenheit bei allen Beteiligten erreicht und insgesamt attraktivere und gesündere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Gleichzeitig soll durch die Einbindung des Sozialraums (Nachbarschaft und Ehrenamtliche), eine gezielte Entlastung von pflegenden Angehörigen erreicht werden.

Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt Pflegenachbarn von Prof. Dr. Thomas Rosenthal vom Institut für Gesundheitsmanagement (www.pflegenachbarn.de).

| Die wissenschaftliche Evaluation bezieht sich auf die Umsetzung bei sechs ambulanten Pflegeteams

 

Autonome ambulante Pflegeteams | Wissenschaftliche Evaluation | November 2019 – November 2022

Die Regierung des Landes Schleswig-Holstein geht neue Wege, um ein neues Versorgungsmodell zu erproben und den Pflegeberuf dadurch attraktiver zu gestalten. Gemeinsam fördern das Gesundheitsministerium und Innenministerium das Projekt Autonome ambulante Pflegeteams – mehr Menschlichkeit für ein attraktives Arbeitsfeld. Projektträger ist der ambulante Pflegedienst Mook we gern gGmbH aus Meldorf, ein Tochterunternehmen der Stiftung Mensch (www.mookwegern-pflege.de). Das neue autonom arbeitende ambulante Pflegeteam wird als Pilotbetrieb in Heide aufgebaut. Das Modellprojekt bietet ganz neue Perspektiven. Die Pflegekräfte können selbst Prioritäten in der Pflege setzen und weitgehend selbstständig agieren. Die Pflege wird in diesem Projekt neu gedacht, weil es nicht darum geht, in möglichst kurzer Zeit viele Leistungen zu erbringen – es soll zum Beispiel mehr Zeit für Gespräche mit den pflegebedürftigen Menschen geben. Mit dem Aufbau von autonom arbeitenden Pflegeteams soll die Eigenverantwortung und Qualität in der Pflege gestärkt und erhöht werden; dabei werde die Pflegekräfte nicht einzeln für erbrachte Leistungen, sondern pauschal nach Stunden vergütet. Die Pflegenden haben zudem die Möglichkeit, direkt mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten in Kontakt zu treten – damit soll die sektorenübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden. Darüber hinaus soll die Versorgung im ländlichen Raum verbessert und die Pflege attraktiver und bedürfnisgerechter gestaltet werden, um den Pflegebedürftigen ein Verbleiben in ihrer Umgebung zu ermöglichen. Ziel ist der Aufbau eines neuen ambulanten Pflegemodells in Schleswig-Holstein – geprägt durch Selbstmanagement und Selbstführung. Erreicht werden soll eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und Reduzierung der Pflegebedarfe der Klientinnen bzw. Klienten sowie eine Vermeidung von Krankenhausaufenthalten.

| Die wissenschaftliche Evaluation bezieht sich auf den Pilotbetrieb des autonomen ambulanten Pflegeteams

 

Begleitforschung

Chancen-Netz Senioren | Begleitforschung und Projektberatung | Januar 2018 – August 2020

Die Sozialeinrichtung Leben mit Behinderung in Hamburg (LMB) steht Menschen mit Behinderung und ihren Familien mit Wohnraum, Arbeit, Assistenz und Beratung zur Seite. Leben mit Behinderung ist die Interessenvertretung für Familien mit behinderten Angehörigen; sie setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderung und ihre Familien gute Lebensbedingungen haben und als Bürger die Stadt mitgestalten (können). Mit dem Projekt Chancen-Netz Senioren (CNS) werden gezielt Senioren mit Behinderung (50+) angesprochen – insbesondere jene, die im eigenen Wohnraum leben. Das Projekt möchte in inklusiver Arbeitsweise gemeinsam mit Senioren mit Behinderung, Stadtteilakteuren und Mitarbeitenden die Teilhabe von Senioren verbessern. Das Projekt ist in den vier Stadtteilen Altona, Barmbek, Bergedorf und Harburg tätig (Modellregionen). In jedem der Stadtteile ist eine Regionalkoordination vor Ort, die das Thema Teilhabe voranbringt, Menschen miteinander verbindet, Angebote identifiziert und sich in Gremien engagiert. Im Rahmen des Projektes werden neue Netzwerke aufgebaut, damit zukünftig Senioren mit Behinderung von Sozialraumangeboten profitieren und somit selbständig bzw. unabhängig wie möglich leben können.

| Die Begleitforschung bezieht sich auf die partizipative und inklusive Projektarbeit

 

Forschungsprojekt

Zeitlast – Lehrzeit und Lernzeit: Studierbarkeit der Bachelor- und Masterstudiengänge

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Initiative „Hochschulforschung als Beitrag zur Professionalisierung der Hochschullehre“

| Juni 2009 – Juli 2011

 

Forschungsprojekt

Beschäftigungsentwicklung und Qualifikationsbedarf in mittleren Positionen des Gesundheits- und Sozialwesens – Anforderungen an die berufliche Weiterbildung

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

| Juni 1997 – November 1997

 

Evaluationsstudie

Pflegemanagement im Fernstudium. Eine Evaluationsstudie zum Qualifikationsprofil des Diplomstudienganges Pflegemanagement an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)

Dissertation. Universität Hamburg – Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

| 2016

 

Evaluationsstudie

Weiterbildender Studiengang „Organisationsentwicklung und Projektmanagement in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung“

Universität Hamburg – Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW)

| 1996

 

Bedarfsanalyse

Ermittlung des Qualifikationsbedarfs im Zuge von Strukturveränderungen bei Institutionen des Gesundheitswesens im norddeutschen Raum

Universität Hamburg – Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW)

| 1994